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:Lager:
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:Aufgaben:  
  • Ausgleichfunktion
  • Sicherungsfunktion
  • Umformungsfunktion
  • Überbrückungsfunktion (Puffer zwischen Beschaffen & Produktion)
  • Spekulationsfunktion
:Arten:  
  • Hilfsstofflager
  • Betriebsstofflager
  • Zwischenlager
  • Eingangslager (Waren)
  • Ersatzteillager
  • Probenlager
:Risiken:  
  • Diebstahl
  • Wasser- oder Brandschäden
  • Preis- und Wertverfall
  • gebundenes Kapital
:Kosten:  
  • allgemein (Miete, Strom und Heizung)
  • Personal
  • Gabelstapler (Flurförderzeuge)
  • Unterhaltungs- und Instandhaltungskosten
  • Versicherungsprämien
:Anforderungen:  
  • Geräumigkeit: Warenannahme, auspacken, prüfen, sortieren, umfüllen, abwiegen ... durch zu kleine Lager ist der Einsatz von maschinellen Hilfsmitteln nicht möglich.
  • Übersichtlichkeit: sicheres und schnelles auffinden der Waren ist notwendig Prinzip des Transportminimum (kurze Wege für häufig verlangte Artikel) Vermeidung von Lagerhütern („first in and first out Prinzip)
  • Artgerechte Lagerung: Anpassung der Lagerbedingungen an die Wareneigenschaften, z.B.: Schädlinge, Kühlung etc.
  • Sachgerechte Lagerung: umfaßt alle Hilfsmittel, die zum Aufbewahren der Güter dienen. Sie sollen leicht bedienbar sein und die Möglichkeit zum Umbau haben.
  • Sicherheit: Verminderung der Brandgefahr, des Diebstahls oder Verhinderung von Unfällen durch Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen: Alarm- & Feuermelder
:Formen:  
  • Eigenlager: In eigener Regie betriebenes Lager.
  • Fremdlager: Lager bei einem logistischen Dienstleister (Dienstleistungslogistik), der im Auftrag die Bestandsführung des Kundenmaterials übernimmt.
  • Zentrallager: Lager zr Belieferung von dezentralen Lagern (Regionallager, Auslieferungslager) oder in Ausnahmefällen auch Kunden direkt. Ein Zentrallager enthält das gesamte Sortiment eines Herstellers, insbesondere auch aus mehreren Werken. Im Handel dient das Zentrallager zur Unterbringung des gesamten gelisteten Sortiments aller Lieferanten sowie zur Versorgung von Regionallagern bzw. Filialnetzen.
    Enthält alle RHB Stoffe, dient zur Belieferung aller dezentralen Lager oder dient der Produktionsstätte
  • Dezentrallager: jede Produktionsstätte bzw. Verkaufsstelle verfügt über ihr eigenes Lager Palettenhochregallager (automatisiert und kaotische Lagerhaltung möglich)
    jede Produktionsstätte bzw. Verkaufsstelle verfügt über ihr eigenes Lager Palettenhochregallager (automatisiert und kaotische Lagerhaltung möglich)
    Das darin installierte „OPM“ System nimmt einschließlich Palettenhochregallager einen Großteil dieser knapp 20.000 Quadratmeter großen Fläche ein. Mehr als 40.000 Palettenstellplätze stehen im automatischen Hochregallager, das im „OPM“ Prozess als Nachschublager dient, zur Verfügung. (logistik-presse.de) (Office of PersonalManagement)
:Aufbewahrung / Aufbewahrungssysteme:  
  • Regale:
    • Schraubregale, Steckregale, Regale mit Kästen, Platten-Lagerregale, Schwerlast- und Palettenregale Wandregale, Weitspann- und Großfachregale, Kragarm- und Reifenregale
  • Kisten
    • Kisten, Boxen, Koffer, Lager- und Transportkisten, Mehrzweckkoffer, Großbehälter, Kippbehälter, Klappbodenbehälter, Stapelbehälter, SilobehÄlter und BIG-BAG-Handling
  • Warenpräsentations-Systeme möglich
  • Kleinteile-Lagersysteme
  • Tonnen und Fässer peer to peer
  • Lagerkästen und Lagerkörbe
  • Tanks und Container
  • Paletten
  • Fahrgestelle
  • Kennzeichnungen
:Lagerarbeiten:  
  • Arbeiten beim Wareneingang (Entgegennehmen & Prüfen auf äußere Schäden)
  • Warenprüfung (sorgfältige Prüfung von Art, Menge, Beschaffenheit, Qualität & Wareneingangsmeldung)
  • Lagerung der Ware (abgerechnet, übersichtlich, 'first in first out', Verbuchung des Zuganges, Sauberkeit & Sicherheit)
  • Warenpflege (Instanthaltung der Einrichtungen, beachten gesetzlicher Lagervorschriften & Pflege [z.B. Feuchtigkeitsschutz])
  • Warenausgabe (nur gegen Beleg [Materiealentnahmeschein, Warenentnahmelieferschein], Verbuchung des Abganges
  • Lagerkontrolle
  • Durchführung der Inventur
  • Innerbetrieblicher Transport
  • Verladen mit Fahrzeugladehilfsgeräten
  • Sicherung von Ladung
  • Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen
  • Sicherung von Maschinen und Maschinenteilen
  • Sicherung von palettierten Gütern
  • Sicherung von Gütern in Zusammenladung
  • Schutz von Beschädigungen
:Lagerstandort einer Ware ermitteln & chaotische Lagerhaltung:  
  • Lagerstandort einer Ware: Kennzeichnung nach dekadischen System
    • Lageradresse:
      • Lagernummer
      • Regalnummer
      • Regalebene
      • Regalfach
    • abhänging von der Betriebsgröße
    • Art der zu lagernden Güter
    • Transportverhältnisse
    • Häufigkeit des Ein- und Auslagerns
    • Optimierung der Beschaffungsmengen
    • Ausdehnung der Betriebsanlagen
    • Sicherheit bei gefährlichen Gütern (Umweltschutz)
  • chaotische Lagerhaltung:
    • Einordnung nach Platz im Lager
    • Bestandsführung unbedingt von Nöten
    • Nachteile:
      • Doppelpositionen
      • Fehlmengen in der Produktionsstätte
      • Zeitverluste bei der Materiealausgabe
      • Lagerverluste
:Kennzahlen:  
  • Wirtschaftliche Zusammenhänge im Lager aufzeigen und vergleichbar machen
  • Kennzahlen im Lager
    • Lagerbestände (LB)
    • Lagerumschlag (LU)
    • Lagerdauer (LD)
    • Lagerzinssatz / Lagerkostensatz
  • Lagerbestände (LB)
    • a) durschnittlicher Lagerbestand
      • durchschnittl. LB = (AB + EB) / 2 (Jahresinventur)
      • durchschnittl. LB = (AB + 12 MB) / 13 (Monatsinventuren)
    • b) Mindestbestand (MB)
      • Sicherheitsbestand, Puffer
    • c) Höchstbestand
      • Kapazitätsgrenze des Lagers
    • d) Meldebestand
      • MB = Tagesbedarf * Beschaffungszeit + Sicherheitsbestand
  • Lagerumschlag
    • a) Umschlagshäfigkeit (UH)
      • UH = Warenabsatz / durschnittl. LB (Mengenmäßig)
    • b) durschnittl. Lagerdauer
      • durschnittl. LD = 360 / UH (kuafmännisches Jahr = 360 Tage)
  • Lagerzinssatz (Lzs)
    • Lzs = (Jahreszinsfuß * durchnittl. LD) / 360
    • Jahreszinsfuß = Marktzins
    • oder Lzs = Jahreszinsfuß / UH
  • Zusammenhänge
    • a) Je höher die Umschlagshäufigkeit, desto niedriger der Kapitaleinsatz.
    • b) Je kürzer die Lagerdauer, desto geringer die Lagerkosten
      • LKS (Lagerkostensatz) = LK * 100 / durschnittl. LB-Wert
    • c) Steigt die UH bei gleichem Kapitaleinsatz und gleichem oder kleineren Stückgewinn, kann ein höherer Gesamtgewinn erzielt werden.